Besuch mich
Informationen
Über mich
| Nuadthai |
|
Thai Massage kann man als zugehörig zu der grossen Familie der orientalischen Heilungsverfahren bezeichnen.Ihren Ursprung hat sie in Indien von wo sie der Legende nach durch den Doktor Jivaka Kumar Bhaccha, welcher ein Freund des Buddhas war, nach Siam (Thailand) gebracht wurde. Auf alle Fälle wird Kumar Bhaccha auch als der Ursprung des Wissens über die Heilkunde der Kräuter und Mineralien angesehen, und viele Aspekte der Ayurvedischen Heilkunst können noch in den traditionellen thailändischen Behandlungen erkannt werden.
Es scheint das irgendwann im 16.Jhd. diese Techniken und das dazugehörige Medizinwissen in der Pali-Sprache auf Palmblätter aufgezeichnet, und ähnlich wie die heiligen Texte der Buddhisten verehrt wurden. Diese Palmblätter wurden in der sagenumwobenen Bibliothek von der alten Hauptstadt Ayutthia aufbewahrt. Thai-Massage ist somit eine der Techniken der alten traditionellen medizinischen Verfahren Thailands. Weiters gehören noch zu den traditionellen Techniken die Kräutermedizin und die spirituelle Meditation. Der Ausdruck Massage ist für diese Technik ein etwas irreführender Begriff da es sich hierbei um eine sehr komplexe Manipulation der Gewebe mit verschiedenen Arten der Druckausübung, Dehnungen und Gelenksmanipulationen. Da sich diese Technik seit tausenden von Jahren weiter entwickelt hat, darf es nicht erstaunlich sein dass es viele verschiedenen Ausführungen dieser Techniken, je nach Region oder Schule gibt. Besonders auffällig ist der Unterschied zwischen dem südlichen, dem härterem, und dem nördlichem, dem weicherem aber dehnungsreicheren Stil gibt.Thai Therapie unterscheidet sich auch durch noch andere Punkte als die der Ausführung sehr von der im Westen weit verbreiteten schwedischen oder auch klassischen Massage. Im Gegensatz zur klassischen Massage, welche über die Manipulation der Muskeln und der Gelenke eine Entspannung zu erreichen sucht, arbeitet die Thai-Technik nur sekundär mit dem Körper.Das Hauptaugenmerk ist auf den/die Energiekörper gerichtet, welche man über das bearbeiten des anatomischen Körpers beeinflussen kann. Diesen Effekt erlangt man mit dem stimulieren von Energiepunkten und Dehnungen der Energielinien, wie auch durch die geistige Einstellung des Behandelten. Diese Technik ist eher noch mit Chiropraktik oder Physiotherapie zu vergleichen, aber diese Techniken nehmen in der Regel wenig Rücksicht auf den, bei uns wenig erforschten energetischen Anteil des Menschen. In der Thai Medizin geht man davon aus dass der Körper über 10 Energielinien oder Kanäle versorgt wird, welche man „Sen“ nennt. Tritt eine Krankheit oder sonstiges Unwohlsein auf, wird davon ausgegangen dass die Versorgung nicht mehr funktioniert. Im Gegensatz zur chinesischen Medizin wo den Punkten viel Aufmerksamkeit gewährt wird, arbeitet man bei der Thai Therapie die Linien selbst, mit Druck und Dehnungsübungen, um so die Blockaden und Störungen zu beheben.. Wenn man auf die Tradition dieser Technik zurückschaut, kann man sehr schnell erkennen dass dies nie nur als Job betrachtet wurde, sondern viel mehr als ein Teil einer spirituellen Praxis eng mit dem buddhistischen Glauben verbunden ist.Aus diesem Grund wurden bis vor kurzem Behandlungen und auch der Unterricht nur in Tempeln-Wats abgehalten. Auch heute ist eine der wichtigsten Schulen dieser Technik der WAT PHO in Bangkok, welche den südlichen Stil lehrt. Die Behandlung sollte in einem meditativen Zustand verabreicht werden, in voller Konzentration, Wahrnehmung und guter Absicht. Dies ist nicht leicht zu erlernen, aber man sollte jede Behandlung mit dieser Idee im Geiste beginnen, und daran arbeiten diese Ebene zu erlangen. |
Josef Kancz

